KIM DOTTY HACHMANN
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  Neo, 2010/11, standbilder aus dem videoloop, 2:30 min. /
Neo, 2010/11, stills from the videoloop, 2:30 min.

 
  Neo Neo

Neo Neo

Neo Neo
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Die 3:30 minütige Video-Arbeit Neo bezieht sich auf den Film
„Matrix”, realisiert von den Wachowski Brüdern im Jahr 1999.
Genau wie dem Protagonisten Neo aus Matrix die Rettung der
Welt übertragen wird, verlangt die Mutter in dem Film „Neo“
von ihrem Sohn die Verantwortung für sie beide zu übernehmen.
Aus diesem Grund hat Kim Dotty Hachmann die Dialoge aus
„Matrix” entnommen, in denen von Neo die Rettung der Mensch-
heit gefordert wird. Mit Hilfe dieser Formulierungen entlarvt die
Künstlerin ironisch und zugespitzt die Gefahr der Projektion un-
erfüllter Wünsche in der Eltern-Kind-Beziehung.
Indem sich die Künstlerin als kranke Mutter in einem klinisch
weißen Raum inszeniert und sich in weiße Laken bettet, ver-
stärkt sich diese ungesunde Projektion.
Um einen visuellen Bezug zum Film „Matrix” herzustellen trägt
das Kind den gleichen Mantel wie der Filmheld „Neo”, der in der
Fangemeinde um diesen Science-Fiction-Film längst Kult ge-
worden ist. Der Dialog zwischen Mutter und Sohn ist so obskur
und überzogen, dass der Betrachter im besten Falle die Proble-
matik erkennt und ihr gleichzeitig mit Humor begegnen kann.